Kindle Scribe ColorSoft: was er kann und für wen er sich lohnt
Ich habe lange gewartet, bis ich mir den Kindle Scribe ColorSoft geholt habe. Der Grund war der Preis, und den finde ich immer noch hoch. Nach einigen Wochen im täglichen Gebrauch schreibe ich hier auf, was er wirklich verändert hat und wo er nicht hält, was der Name verspricht.
Was ihn von anderen Kindles unterscheidet
Er verbindet zwei Dinge, die es vorher getrennt gab: ein großes Farbdisplay zum Lesen und die Möglichkeit, mit einem Stift direkt auf dem Gerät zu schreiben. Damit ist er gleichzeitig E-Reader, digitales Notizbuch und Planer.
Das Display: was ColorSoft anders macht
Das ist die Frage, die mich vorher am meisten beschäftigt hat. ColorSoft ist kein normales E-Ink, aber auch kein Tablet-Display. Die Farben sind weich und papierähnlich, genau wie der Name sagt.
Konkret heißt das: Buchcover sehen endlich so aus, wie sie sollen. Grafiken, Comics und Sachbücher mit Bildern machen deutlich mehr Spaß. Das Display blendet nicht, und der einstellbare Warmlichtfilter macht abendliches Lesen angenehm.
Und jetzt der ehrliche Teil: Die Farben sind nicht so kräftig wie auf einem iPad. Das sollen sie auch nicht sein, aber wer knallige Farben erwartet, wird enttäuscht. Wer augenschonendes Lesen will, ist richtig.
Das Schreiben: lohnt sich der Stift?
Für mich ja, und zwar so deutlich, dass ich das Schreiben auf dem Gerät inzwischen meinem Notizbuch aus Papier vorziehe. Der Premium Pen liegt beim Kauf dabei und schreibt sich erstaunlich natürlich.
Möglich ist damit einiges: direkt in Bücher schreiben, also Anmerkungen, Unterstreichungen und Markierungen. Eigene Notizbücher anlegen, mit Vorlagen von liniert bis Bullet Journal. Skizzen. Und Haftnotizen in Büchern hinterlassen.
Für meine Lesenotizen hat das den größten Unterschied gemacht. Keine losen Zettel mehr, keine Stiftsuche. Die Notiz sitzt da, wo das Buch ist.
Die technischen Daten
Display 10,2 Zoll mit ColorSoft-Farbe, 300 ppi in Schwarzweiß. Premium Pen im Lieferumfang. 32 GB Speicher. Der Akku hält Wochen. WLAN, optional mit Mobilfunk. Kompatibel mit dem Kindle Store, Audible und eigenen Dokumenten.
Mein Fazit
Günstig ist er nicht, und das ist der einzige echte Einwand. Für mich hat sich der Kauf trotzdem gelohnt, weil ich beides mache, lesen und schreiben, und dafür vorher zwei Geräte plus Papier gebraucht habe.
Darum geht es im Video
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„Ersetzt bei mir E-Reader und Notizbuch. Der Preis bleibt der wunde Punkt.“
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